Gemeinsam gegen Müll und für eine saubere Zukunft
In der Woche vom 25. bis zum 30. August 2025 stand alles in der Weststadt im Zeichen von Umweltbewusstsein und nachhaltigem Handeln. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit und Müll“ fand eine Aktionswoche statt, bei der zahlreiche Initiativen, Vereine, Schulen und Wohnungsunternehmen zusammenkamen, um ein deutliches Zeichen gegen Verschwendung und Umweltverschmutzung in unserem Stadtteil zu setzen.
Ziel der Aktionswoche war es, auf die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Ressourcen aufmerksam zu machen und konkrete Wege zu zeigen, wie jeder Einzelne im Alltag einen Beitrag leisten kann. Besonders im Fokus stand dabei das Thema Müllvermeidung: von der Reduktion von Verpackungsabfällen über das richtige Recycling bis hin zu kreativen Ideen für Upcycling-Projekte. Wir wollten zeigen, dass Nachhaltigkeit kein Verzicht bedeutet, sondern Lebensqualität schaffen kann.
Unser Verein hat sich aktiv an der Aktionswoche beteiligt. Mit unserer Handarbeitsgruppe vom Treffpunkt Am Queckenberg haben wir mit „Urban Knitting“ ein buntes Zeichen gegen Verschmutzung und ein lebendiges Miteinander gesetzt. Auf dem Vonovia-Grundstück auf dem Weg zum Wäldchen wurden ein Baum und der angrenzende Müllplatz fantasievoll eingestrickt und verwandelt sich seither in einen bunten Blickfang. Mit dieser Aktion wurde nicht nur Kreativität sichtbar, sondern auch ein nachhaltiges Ziel verfolgt – illegale Sperrmüllablagerungen an diesem Ort künftig zu verhindern. Ein neues Schild weist zudem auf die gemeinsame Gestaltung hin und macht deutlich: „Hier bitte keinen Sperrmüll mehr!“.




Eine weitere Aktion, die wir auch in Kooperation mit Julia Härtel, Quartiersmanagerin der Vonovia, veranstalteten, war eine lebendige Diskussionsrunde mit Seniorinnen und Senioren unter dem Titel „Erfahrung trifft Nachhaltigkeit – mit Snack und Sinn“ über den Wirkel mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Hier wurde an zwei Terminen über eigene Erfahrungen mit Ressourcenschonung, Nachbarschaftshilfe und sozialem Miteinander diskutiert. Die Teilnehmenden betonten, dass viele Prinzipien der 17 Ziele im Alltag älterer Generationen bereits selbstverständlich gelebt werden. Themen wie Gesundheit, Bildung und soziale Gerechtigkeit fanden großen Anklang, während Aspekte wie Digitalisierung als schwerer umsetzbar empfunden wurden. Die Teilnehmenden brachten ihre Lebenserfahrung ein und zeigten großes Interesse daran, wie sie selbst zur Erreichung der Ziele beitragen können – ein inspirierender Austausch zwischen Wissen, Werten und Zukunftsvisionen. Die Runde zeigte deutlich, dass die 17 Ziele auch für ältere Menschen eine hohe Relevanz haben – sei es durch persönliche Erfahrungen mit nachhaltigem Handeln oder durch den Wunsch, sich aktiv an der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft zu beteiligen. Das Format Mit Snack und Sinn erwies sich dabei als niedrigschwellige, zugleich anregende Plattform für Dialog und Beteiligung.
Am Mittwoch, den 27. August hat im Nachbarschaftszentrum Haus der Talente die Nachbarschaftswerkstatt unter anderem mit dem Schwerpunkt Fahrradreparatur den interessierten
Besuchern ihre Arbeit vorgestellt und Fragen beantwortet. Hier werden alte Geräte repariert statt weggeworfen. So gibt man den Alltagsgegenständen eine zweite Chance, schont die Ressourcen und vermeidet Müll.

Zum Abschluss der Woche haben wir wieder im Treffpunkt Am Queckenberg gemeinsam mit der Quartiersmanagerin Katharina Kilburger einen Abschlussgrill organisiert, welcher sehr rege von dem Team des Vereins Trash-Tracker besucht wurde. Die Teilnehmenden haben an diesem Tag eine Müllsammelaktion rund um unser Gelände und im Wäldchen durchgeführt. Hier packten Jung und Alt mit an. Am Ende kamen mehrere Säcke voller achtlos weggeworfener Abfälle zusammen. Beim gemeinsamen Essen haben wir festgestellt wie motivierend es ist gemeinsam aktiv zu werden. „Man spürt, dass wir wirklich etwas verändern können, wenn alle mithelfen“, fasste eine Seniorin die Aktion zusammen.
Text: Violetta Lenz
Fotos: Vonovia, Violetta Lenz, Katharina Kilburger, Julia Härtel