Sie befinden sich hier:   Aktuelles

Rückblick Literaturcafé

„Rabindranath Tagore und seine Heimat Indien“

Man muss sein Bestes tun, um zu zeigen, dass der Mensch nicht der größter Fehltritt der Schöpfung ist.

Am 30. November 2011 öffnete das traditionelle Literaturcafé der „Stadtteilent-wicklung Weststadt e.V.“ wieder einmal seine Pforten: diesmal wartete auf die Besucher im Saal des DRK, Am Queckenberg 1,  eine Indienreise. Empfangen vom  Duft der Räucherstäbchen und Klängen indischer Songs, stimmten sich alle auf einen besinnlichen Nachmittag ein.

Rabindranath Tagore (1861 – 1941) war ein bengalischer Dichter, Musiker,  Philosoph und Maler. Einer der letzten Universellen des 20. Jahrhunderts und der erste Nobelpreisträger (1913)  für Literatur aus dem asiatischen Raum. Wir lasen seine Gedichte und bewunderten die unglaublich ausdrucksstarke Metaphorik seiner Sprache (auch wenn die Übersetzung dem Original nicht das Wasser reichen kann). Wir versuchten, die Tiefe seiner Gedanken zu ergründen. Wir genossen die Kraft seiner Aphorismen. Und wir statteten seiner Heimat einen Besuch ab: mit dem köstlichen, nach Koriander und Zimt duftenden Chai Latte, mit einem orientalischen Tanz – vorgeführt von Irina Reisler und Julia Schuppe aus der Tanzgruppe „Rhythmus“ -  und einem musikalischen Fragment aus der prächtigen Farbenwelt des Bollywood.

Und anschließend sahen wie eine Indienprovinz mit den Augen eines Europäers: Reinhard Böhm, der eingeladene Studienberater der TU Braunschweig, teilte uns mithilfe authentischer Bilder Impressionen seiner Indienreise mit.

Wie stellt man ein Genie vor? Wie kann man, nur 2 Stunden zur Verfügung habend,  ein Land näher bringen, das so etwas tief Philosophisches und Wunderbares wie Rabindranath Tagore hervorgebracht hat? Es war somit nur eine Annäherung, eine Andeutung, ein leichtes „Streifen“ möglich, - in die Tiefe muss jeder selber gehen.